Geschäftsordnung

Geschäftsordnung des wissenschaftlichen Beirats für den Hessischen Höchstleistungsrechner an der Technischen Hochschule Darmstadt (heute Technischen Universität Darmstadt)

Aufgrund der Vereinbarung zwischen den hessischen Universitäten und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst über den Betrieb und die Benutzung des Hessischen Höchstleistungsrechners in Darmstadt hat sich der wissenschaftliche Beirat folgende Geschäftsordnung gegeben:

1. Mitglieder

Der wissenschaftliche Beirat setzt sich zusammen, aus bis zu zwei Wissenschaftlern und den Leitern der Rechenzentren aus jeder der aufgeführten hessischen Universitäten

  • Technischen Hochschule Darmstadt (heute Technische Universität Darmstadt)
  • Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Justus-Liebig-Universität Giessen
  • Phillips-Universität Marburg
  • Universität Kassel

einem Vertreter der hessischen Fachhochschulen und der Kunsthochschulen

einem Vertreter der Gesellschaft für Schwerionenforschung mbH Darmstadt

einem Vertreter des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

2. Vertretung

Ist ein Ausschussmitglied verhindert an einer Sitzung teilzunehmen, so tritt an seine Stelle ein der Geschäftsstelle zu bezeichnender Abwesenheitsvertreter.

3. Vorsitz

Der Ausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden auf die Dauer von 1 Jahr. Wählbar sind die Wissenschaftler aus den hessischen Hochschulen.

Die Wahl wird in geheimer Abstimmung vorgenommen. Wahlen durch offene Abstimmung sind zulässig, wenn niemand widerspricht.

Erhält im ersten Wahlgang keiner der Bewerber mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen, so findet zwischen den beiden Personen, welche die höchste Stimmzahlen erreicht haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist, wer in diesem Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Bei Stimmengleichheit ist die ältere Person gewählt.

4. Geschäftsführung und Vorbereitung von Sitzungen

Die Geschäftsführung des wissenschaftlichen Beirats übernimmt das Hochschulrechenzentrum Darmstadt nach Massgabe dieser Geschäftsordnung.

Der Vorsitzende bestimmt den Sitzungstermin. Er ist zur Einberufung des Beirats verpflichtet, wenn dies von mindestens drei Mitgliedern schriftlich unter Angabe der Gründe verlangt wird.

Die Geschäftsführung bestimmt die Tagesordnung und bereitet die Sitzungen im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden vor, und lädt zu den Sitzungen ein.

Der Einladung sind die Tagesordnung und die erforderlichen Unterlagen beizufügen, sofern diese nicht schon früher übersandt worden sind. Zwischen der Absendung der Einladung und dem Sitzungstermin soll eine Frist von mindestens drei Wochen liegen. In dringenden Fällen kann auch mit kürzerer Frist eingeladen werden.

5. Sitzungen

Die Sitzungen des Beirats werden von dem Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung von dem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet.

Ist ein Mitglied verhindert, so unterrichtet es rechtzeitig seinen Abwesenheitsvertreter, die Geschäftsführung und den Vorsitzenden.

Die Sitzungen des Beirats sind nicht öffentlich.

In der Sitzung des Beirats dürfen nur Angelegenheiten beschlossen werden, die bei der Einberufung der Sitzung in der Tagesordnung genannt wurden, es sei denn, sie werden in der Sitzung mit der Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Beiratsmitglieder nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt.

6. Beschlussfassung

Der Beirat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

Der Beirat entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

In dringenden Fällen kann der Vorsitzende eine Abstimmung des Beirats im Umlaufverfahren herbeiführen, es sei denn, dass mindestens zwei Mitglieder widersprechen.

Bei Beschlussunfähigkeit ergeht fristgerecht eine weitere Einladung mit derselben Tagesordnung. Der Beirat ist dann zu dieser Tagesordnung beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder anwesend ist.

7. Ergebnisniederschrift

Über jede Sitzung ist eine Ergebnisniederschrift zu fertigen. Die Ergebnisniederschrift ist vom Vorsitzenden und der Geschäftsführung zu unterzeichnen. Sie wird den Mitgliedern des Ausschusses zugesandt.

Wenn nicht spätestens in der nächsten Sitzung des Beirats Einspruch erhoben wird, gilt die Ergebnisniederschrift als genehmigt.

In die Ergebnisniederschrift sind mindestens aufzunehmen:

  1. die Namen der Sitzungsteilnehmer
  2. Ort, Tag, Beginn und Ende der Sitzung
  3. die Beratungsgegenstände und das Ergebnis der Beratung
  4. der Wortlaut der Beschlüsse des Beirats

8. Inkrafttreten

Diese Geschäftsordnung tritt am .. Jan. 1992 in Kraft.